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Waldbrandrauch in Deutschland

Die Rauchebene zeigt, wo das europäische CAMS-Modell Feinstaub aus Vegetationsbränden in Bodennähe erwartet – für den gewählten Zeitpunkt.

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Was die Rauchebene zeigt

Dargestellt wird PM10, das ausschließlich Bränden zugerechnet wird, in µg/m³ nahe der Erdoberfläche. Kräftigere Farbe bedeutet höhere modellierte Konzentration. Für einen angetippten Ort zeigt die Karte den Modellwert als Zahl und den weiteren Verlauf.

Modell statt Satellitenbild

Rauch auf Satellitenbildern ist das, was von oben sichtbar ist – oft in mehreren Kilometern Höhe und ohne Aussage darüber, was unten ankommt. CAMS rechnet stattdessen mit Emissionsschätzungen aus Branddetektionen, Wind und Wetter und liefert Werte für die Luft, die man tatsächlich atmet. Dafür ist es eine Rechnung: ein Modell kann Plumes zu breit, zu schmal, zu früh oder zu spät zeigen.

Warum Rauch hunderte Kilometer weit zieht

Feinstaubpartikel sind sehr klein und bleiben tagelang in der Luft. Bei stabiler Höhenströmung wandern Rauchschichten mit 30–60 km/h – aus Kanada, Sibirien, Portugal oder der Ukraine erreichen sie Deutschland regelmäßig. Deshalb kann Rauch angezeigt werden, obwohl kein Brand in der Nähe ist.

Warum es nach Rauch riecht, aber kein Brand zu sehen ist

Gesundheit

Bei deutlichem Rauchgeruch oder sichtbarem Dunst gelten die üblichen Empfehlungen: Fenster schließen, Anstrengung im Freien reduzieren, bei Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders vorsichtig sein. Verbindliche Messwerte für die Luftqualität veröffentlicht das Umweltbundesamt.

Die Rauchdarstellung ist eine Modellschätzung, keine Messung. Lokale Bedingungen können abweichen. Bei unmittelbarer Gefahr: 112.